Mindelheimer Museen

Entwürfe

Futuristische Städte

Raumanimationen

Gebaute Architektur

Sonderausstellung „Drei Generationen Böhm“ - endete am 31.03.2021

In Kooperation mit dem architekturforum allgäu präsentieren die Mindelheimer Museen diese Sonderausstellung. Gezeigt werden fast ausschließlich originale Handzeichnungen und Skizzen der einzelnen Mitglieder der berühmten Architekten-Dynastie. Der 1880 in Jettingen geborene Architekt Dominikus Böhm, der ab etwa 1920 im Zuge der Liturgiebewegung einzigartige sakrale Räume schuf, machte sich als Kirchenbauer einen Namen. Breiten Raum nimmt das Lebenswerk seines Sohnes Gottfried ein, der – wie schon sein Vater – Herausragendes im Bereich der Architektur schuf und das Bauen seiner Zeit in hohem Maße prägte. Ihm wurde als erstem deutschen Architekten der ternational renommierte Pritzker Architecture Prize verliehen. Ebenso in der Sonderschau vertreten sind Pläne und Skizzen von Projekten, an denen seine aus Mindelheim stammende Frau Elisabeth beteiligt war. Elisabeth Böhm, geb. Haggenmüller, studierte zusammen mit ihrem späteren Mann Architektur in München. Wenngleich sie die Arbeit im Architekturbüro Böhm über Jahrzehnte hinweg beeinflusste, nahm man sie – wie damals üblich – nach der Geburt der vier Söhne eher als Ehefrau des berühmten Architekten wahr. Nicht zuletzt veranschaulichen die Arbeiten der vier Söhne Stephan, Markus, Peter und Paul das immense zeichnerische Talent sowie das Gefühl für Raum, Form und Licht, das die Arbeiten aller Böhms kennzeichnet. Exponate, die die generationenübergreifenden vielfältigen Begabungen auf den Gebieten der Bildhauerei, Malerei und Design widerspiegeln, zeichnen ein genaues Bild des Schaffens der Böhms seit mehr als 100 Jahren.

Beeindruckende Entwürfe

Die ausgestellten Arbeiten ziehen den Betrachter in ihren Bann. „Exponate, die die generationenübergreifenden vielfältigen Begabungen auf den Gebieten der Bildhauerei, Malerei und Design veranschaulichen, zeichnen ein genaues Bild des Schaffens der Böhms seit mehr als 100 Jahren“.
Architekturskizzen und Entwürfe zeigen das hohe Können wie auch die künstlerische Potenz der Architekten aus der Familie Böhm.

Rui Dong Technology Garden - Nanning / China von Stephan Böhm

Islamistisches Kulturzentrum in Köln

Sichtbar sollte das Islamische Kulturzentrum werden, um das Hinterhofdasein der großen moslemischen Gemeinde im Stadtteil Ehrenfeld endlich zu beenden. Eine zeitgemäße und lokale Interpretation einer Moschee wurde gefordert und Paul Böhm erfand Kuppel und Minarette neu ohne sie zu verfälschen.

Es ist ein außergewöhnlicher Bau, groß im Volumen und in der Gestik und gerade so fremd, dass das Unbekannte lockt.

Die türkisch-osmanische Kuppelmoschee mit aufgebrochenen Wänden und vielen Fensterelementen erlaubt nicht nur einen Blick von innen nach außen, sondern auch umgekehrt. Ein Hinweis und Symbol für offene Kommunikation mit Andersgläubigen.

Ein offenes Haus

Spricht man über die Moschee, fallen schnell Begriffe wie „offen“, „einladend“ oder „hell“. Genau das will Paul Böhm mit seinem Baustil erreichen:

„Die Gebetshalle ist offen und dann haben wir diesen riesigen Innenhof, der Menschen aus allen Religionen einladen soll.“

Die Kuppel öffnet sich nach oben wie eine Knospe – eingerahmt wird sie quasi von den zwei schlanken Minarett-Türmen, die sich in einer eleganten Drehung nach oben hin verjüngen.

Das Herzstück sind großzügige Freitreppen, welche in den 36 Meter hohen, rund 1.200 Besucher fassenden Kuppelsaal mit seinen geschwungenen Betonschalen und Glasfassaden führen.

Scroll to Top