Mindelheimer Museen

Wir packen ein ...

Freuen Sie sich auf die Passionsausstellung der Mindelheimer Krippenfreunde!
In Kürze zeigen die Krippenfreunde in der Halle ihre Schätze rund um Ostern…

Archiv

Sie möchten noch einmal Impressionen der letzten Sonderausstellungen genießen …

Ausstellung des Verbands Bayerischer Krippenfreunde in den "Museen im Colleg" vom 25. November bis 2. Februar 2024

Erfreuen sie sich an der Vielfalt von Krippen …

Billig ist zu teuer – Fast Fashion und die Folgen

Der Begriff „Fast Fashion“ beschreibt eine in den 1990er Jahren entstandene Entwicklung in der Modeindustrie. Dabei wird massenhaft produzierte Kleidung innerhalb kürzester Zeit zu Dumpingpreisen auf den Markt gebracht. Während die Luxusmodehäuser in ihren Haute Couture-Modenschauen nur zwei überschaubare Kollektionen pro Jahr präsentieren, veröffentlichen die Fast Fashion-Brands online tausende neue Modelle – und das täglich. Zwischenzeitlich spricht man deshalb sogar von „Ultra Fast Fashion“. Kennzeichnend für diese „superschnelle Mode“ sind einerseits die niedrigen Preise, die uns dazu verführen, noch häufiger noch mehr Kleidung zu konsumieren. Auf der anderen Seite führt der unfassbar schnelle Kollektionswechsel dazu, dass man ständig dem tagesaktuellen Modetrend hinterher hetzt. Um modisch wandelbar zu sein, wird schließlich noch öfter Kleidung in noch größeren Mengen gekauft. Viele unterwerfen sich dem Diktat der Modeketten und kokettieren damit „Fashion Victims“ zu sein. Dabei stehen die Fashionistas permanent unter massivem Druck, keinen Trend zu verpassen.

Der überbordende Konsum von billiger Kleidung bleibt weder folgen- noch kostenlos. Welch hohen Preis andere an unserer Stelle für die Billigmode bezahlen, ist jeder KonsumentIn bewusst, doch blenden wir die Folgen beim Schnäppchenjagen bereitwillig aus. Die Produktion von Fast Fashion geht mit irreversibler Umweltverschmutzung und exorbitanter Ressourcenverschwendung in den Produktionsländern einher. Die hemmungslose Ausbeutung der NäherInnen in den Billiglohnländern machen die Menschen im Globalen Süden zu „Fashion Victims“ im eigentlichen Wortsinn. Die Klimakatastrophe, zu der der Klimakiller „Kleidung“ mit seiner erschreckenden CO2-Bilanz beiträgt, wird uns letzten Endes alle teuer zu stehen kommen. Und trotzdem kaufen wir immer wieder Neues, obwohl unsere Schränke voll sind und tun scheinbar Gutes, indem wir unsere Altkleider großzügig spenden. Ein Großteil dieser gespendeten Kleidung landet auf Müllkippen vor allem in Afrika mit schwerwiegenden ökologischen Folgen. Was noch tragbar ist, wird aussortiert und auf den dortigen Kleidermärkten verkauft. Diese Second Hand-Märkte stehen wiederum in direktem Zusammenhang mit dem Niedergang der lokalen Textilproduktion.

Die sinkenden Preise der Fast Fashion stehen in Korrelation zur schlechter werden Qualität. Dabei ist sich der Großteil unserer Wegwerfgesellschaft der kürzer werdenden Lebensdauer der Kleidung keineswegs bewusst. Denn die meisten Kleidungsstücke werden nicht wegen Verschleißes aussortiert, sondern weil sie nicht mehr trendy sind. Erfreulicherweise hat der endlose Konsum bei einer steigenden Zahl von Menschen ein Umdenken zur Folge. Der Bewusstseinswandel zeigt sich in einem verantwortungsvolleren Umgang mit der bereits vorhandenen Kleidung. Flicken und Reparieren ist wieder in, heißt nun jedoch „Mending“ und wird nicht im Handarbeitsunterricht gelehrt, sondern im Internet-Tutorial zur Nachahmung dargeboten. Auch die verwendeten Techniken sind keine neuen: Traditionelles Japanisches Boro und Sashiko beispielsweise machen in abgewandelter Form aus der zerschlissenen Jeanshose ein hippes Lifestyle-Produkt. Aus dem kaputten Kleidungsstück wird so nicht nur etwas Neues, sondern sogar etwas Besseres. Es ist kein bloßes Recycling, sondern ein Veredeln, das man Upcycling nennt. Die Ausstellung stellt unter anderem die alten Handarbeitstechniken den zeitgenössischen Verwendungsarten gegenüber und veranschaulicht, dass diese Folge der Fast Fashion zugleich ein Rückgriff auf Altbekanntes ist.

Das Upcycling findet nicht nur im Bereich der Reparatur Anwendung. Aus der Mode gekommene Kleidung wird dahingehend verändert, dass sie hinterher sogar höherwertig ist und deshalb wieder gerne getragen wird. Positiver Nebeneffekt: Das selbstkreierte Teil vermag – im Gegensatz zum globalen Mode-Mainstream – die Individualität der TrägerIn auszudrücken. Upcycling ist längst kein Geheimtipp mehr. Es ist Teil einer neuen Do-it-Yourself-Welle, die sich in den letzten Jahren – begünstigt durch die Corona-Lockdowns – entwickelt hat. BloggerInnen und InfluencerInnen weltweit verhelfen dem Trend zu großer Popularität. Und auch hierbei handelt es sich um kein neues Phänomen wie die Exponate des Textilmuseums dokumentieren. Das Umschneidern war bis vor wenigen Jahrzehnten eine Selbstverständlichkeit. Das Revival des kreativen Selbermachens in seinen verschiedensten Ausprägungen ist ebenfalls eine Folge der Fast Fashion und Teil der Ausstellung „Billig ist zu teuer. Fast Fashion und die Folgen“.

… alles nur Greenwashing?

Aus alter Kleidung entstehen durch den DIY-Hype nicht nur neue Lieblingsstücke, sondern auch verschiedenste Accessoires wie beispielsweise Taschen. Dennoch kann der Trend zum Selbermachen die immensen ökologischen und sozialen Folgen der Fast Fashion in keiner Weise abmildern. Ist DIY also nur Greenwashing?

GIOVANNI GAMBASIN – Metamorphosen

Die aktuellen Arbeiten des Malers, Fotografen, Autodidakten und Surrealisten Giovanni Gambasin sind extrem detailreiche Kosmen im Miniaturformat, die mit Hilfe von Buntstiften, Tinte und Aquarellfarben auf Papier entstehen. Im Spiel der Linien, von bewusst gesetzten Kontrasten aus Hell-Dunkel-Werten und zarten Farben entfalten sich bezugsreiche organisch wirkende Formen, Gestalten und Ornamente in überwältigender Dichte.

Stets bleibt der Künstler dem Surrealismus, dem er sich seit Jahrzehnten verschrieben hat, treu, doch in ganz neuer Ausformung. Seine Arbeit beginnt ohne Voraussetzung oder Programm. Es reichen die Materialien Papier und Farben. Im Schaffensprozess nehmen dann Linien und Formen Gestalt an und ergeben schrittweise auch Bedeutungen, derer sich der Künstler bis zur Fertigstellung der Werke allmählich bewusst wird. Den Betrachtern bleibt die Freude, diese Bezüge und Bedeutungen je für sich zu entdecken.

Giovanni Gambasin hat in zahlreichen Städten ausgestellt, u.a. in Rom, Venedig, Padua, Treviso, Mailand, Asolo. Im Ausland stellte er u.a. in Banja Luka, in Bremen, Bellingen, Berlin und London aus. Er nahm an mehr als 300 Sammelausstellungen und Malwettbewerben teil. 2021 wurde er mit dem Kunstpreis der Stadt Canale Monterano di Roma und der Universität Rom ausgezeichnet.

Schwarz-Weiß-Wettbewerb des Deutschen Verbands Fotografie – DVF Landesverband Bayern

Ausstellung von 100 angenommenen aus 478 eingereichten Fotos in den Mindelheimer Museen/Museen im Colleg, Hermelestr. 4, Mindelheim

Ausstellung vom 19. November 2022 bis 29. Januar 2023

Der diesjährige Schwarz-Weiß-Wettbewerb des Deutschen Verbands Fotografie, der vom Fotoclub Mindelheim ausgerichtet wird, hat keine thematische Einschränkung. Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Jahre werden in den Mindelheimer Museen meisterhafte Fotos präsentiert, die Eindrücke vom hohen Können ambitionierter Fotografen vermitteln.

Schon seit dem Beginn der Fotografie im 19. Jahrhundert gab es eigene, sehr anspruchsvolle künstlerische Entwicklungen neben der reinen Gelegenheits- und Gebrauchsfotografie. Dieser Kunst-Bereich entwickelt sich stetig weiter, findet neue Themen und Ausdrucksmöglichkeiten, auch durch die immensen Möglichkeiten der aktuellen Bildbearbeitung.

Die Schwarz-Weiß-Fotografie bildet wegen ihrer Beschränkung auf die Grundtöne von Schwarz und Weiß und den damit konzentrierter wirkenden Fotos im Vergleich zur Farbfotografie einen eigenen Bereich von starker Intensität. Somit ergänzt diese Sonderausstellung die Exponate der Mindelheimer Museen durch Werke aktueller Fotokunst.

Sonderausstellung „Auf und davon! vom Allgäu in die weite Welt.“
Johann Georg Grimm (1846-1887)

Sonderausstellung der Museen im Colleg vom 24.06.2022 bis 16.10.2022

Die MINDELHEIMER MUSEEN widmen sich in einer einmaligen Werksschau der Kunst und dem bewegten Leben Johann Georg Grimms, der als Schreiner in Bühl am Alpsee begann, dann an der Münchener Akademie Malerei in großer Not studierte und über verschlungene Wege nach Brasilien gelangte. Dort berief ihn Kaiser Pedro, der Grimms überragende Begabung erkannte als Professor an die Akademie, an der er einen Kreis hochbegabter Nachwuchskünstler um sich scharte und zum großen Meister Brasiliens wurde. Begeistert vom Malen in der freien Natur wie es seine großen Vorbilder der Schule von Barbizon machten, lehrte er eine von Licht erfüllte Malerei. Dieses Licht strahlt aus seinen Werken und erfüllt selbst die nur grau modellierten Bleistiftskizzen.
Grimm gilt als bedeutendster Kunstmaler des Allgäus, der mit dieser Ausstellung nach langem Vergessen seiner Bedeutung würdig vorgestellt wird.

Tradition bis Moderne XII

Die Patchwork Gilde Deutschland präsentiert 2020 die zwölfte Ausgabe ihres jurierten Wettbewerbs „Tradition bis Moderne“. Dieser Wettbewerb für textile Arbeiten in Form von Quilts findet alle drei Jahre statt und zeichnet sich dadurch aus, dass er nur wenige Regeln vorgibt. Frei von strengen Vorgaben zu einem Thema, einer Technik oder einer bestimmten Größe sollen die Mitglieder der Patchwork Gilde ihre eigenen Ideen umsetzen und der Öffentlichkeit sowohl zeigen, welche Themen ihnen am Herzen liegen als auch über welches technisches Können sie verfügen.

Drei Generationen Böhm. – 100 Jahre Architektur von Weltrang

Der 1880 in Jettingen geborene Architekt Dominikus Böhm, der ab etwa 1920 im Zuge der Liturgiebewegung einzigartige sakrale Räume schuf, machte sich als Kirchenbauer einen Namen. Nicht zuletzt veranschaulichen die Arbeiten der vier Söhne Stephan, Markus, Peter und Paul das immense zeichnerische Talent sowie das Gefühl für Raum, Form und Licht, das die Arbeiten aller Böhms kennzeichnet. Exponate, die die generationenübergreifenden vielfältigen Begabungen auf den Gebieten der Bildhauerei, Malerei und Design widerspiegeln, zeichnen ein genaues Bild des Schaffens der Böhms seit mehr als 100 Jahren. Die Archivseite der Sonderausstellung finden sie hier.

Hilda Sandtner – Die Künstlerin. Ausstellung zum 100. Geburtstag

Als Textilkünstlerin genoss Hilda Sandtner internationale Bekanntheit. Die in vielen Ländern weltweit gezeigten Sonderausstellungen ihrer Werke boten ihr die Möglichkeit, ferne Länder kennenzulernen. Vor Ort gewonnene Eindrücke von Land und Leuten hielt sie in schnellen Zeichnungen fest. Diese bildeten die Grundlage für ihre Pastellbilder, die sie zuhause zumeist auf farbigem Tonpapier neu interpretierte.

Filznetzwerk „Ver“kleidung

Das Filznetzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, die Herstellung des handgefertigten Filzes zu fördern. Dabei stehen die Handwerkskunst und die Qualität des Endprodukts im Vordergrund. Verkleidungen schützen Dinge und Menschen vor Stößen, Umwelteinflüssen und vor fremden Blicken. Dabei zeigen sich abermals die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von handgefertigtem Filz, die von hauchzarten Kleidungsstücken bis zu robusten, belastbaren Schutzhüllen jeglicher Art reichen können.

Doppelt Grund zum Feiern

2019 haben die Krippenbegeisterten in Mindelheim doppelt Grund zum Feiern. Anlässlich der Jubiläen, 30 Jahre Schwäbisches Krippenmuseum und 50 Jahre des Verbands bayerischer Krippenfreunde entstand diese Sonderausstellung historischer Mindelheimer Krippen.

Horst Haitzinger und die Antike in politischen Karikaturen – MEHR ALS NUR EUROPA.

Vielen Zeitungsleser:innen ist Horst Haitzinger durch seine treffenden politischen Karikaturen gut bekannt. In über 60 Jahren hat er etwa 16.000 Karikaturen – teilweise auch als Aquarelle – geschaffen. Weniger bekannt ist, dass er sich regelmäßig mit Vergleichen und Bezügen aus der griechisch-römischen Antike bedient hat. So kommen nicht nur Gebäude wie das Kolosseum oder der Parthenon in Athen vor, ebenso treten unterschiedlichste mythische Gestalten von Europa über Sisyphos bis hin zum Trojanischen Pferd auf. Aber auch Ägypter, Steinzeit und sogar Szenen aus Asterix sind zu finden.